Dieses Honigjahr wird von den Imkern einhellig als „Katastrophe“ bezeichnet. Es war sehr lange kalt, so dass sich die Natur mit der Blüte sehr lange zurück gehalten hat. Als endlich wärmere Tage kamen, blühte fast alles auf einmal. Die Bienen wiederum hatten sich ebenfalls mit dem Brutgeschäft aufgrund der kalten Witterung zurückgehalten. Als die Blüte einsetzte, waren die Bienenvölker noch zu schwach, um den vielen Nektar einzutragen.

Wegen der niedrigen Temperaturen tief ins Jahr hinein war der Futterverbrauch der Bienen ungewöhnlich hoch. Der eingetragene Nektar wurde von den Bienen selbst benötigt, um die Brut auf der richtigen Temperatur zu halten. Dies verringerte den Honigertrag abermals, so dass an vielen Bienenständen die Frühjahrstracht komplett ausgefallen ist.

Im Laufe der letzten Wochen waren die Temperaturen endlich sommerlich und die Bienen haben langsam aber sicher ihre Vorräte aufstocken und etwas in die Honigräume eintragen können. Jetzt ist die Zeit der ersten Ernte, der hoffentlich bis August noch eine zweite folgen wird.