Seit heute haben wir neue Bewohner in unserem Aquaponiksystem. Astrid hat Kompostwürmer für die Wurmfarm bestellt und eine handvoll davon sind in die Beete gesetzt worden. Die kleinen Racker sind überraschend schnell innerhalb von 10-15 Sekunden im Beet veschwunden. Sie mögen kein Licht und mögen es nicht, offen an der Oberfläche herumzuliegen. Zu groß die Gefahr gefressen zu werden oder einen Sonnenbrand zu bekommen. Das ist tatsächlich so, die Würmer haben kein Melanin als Sonnenschutz in der Haut und das UV-Licht zerstört ihre roten Blutkörperchen..

Die Würmer sollen die festen Bestandteile der Fischverdauung fressen, verarbeiten und dadurch für die Pflanzen als Nährstoffe verfügbar machen. Wenn die Feststoffe nicht weiter verarbeitet würden, dann würden die Becken langsam aber sicher verschlammen und man müsste sie somit irgendwann komplett reinigen. Mit den fleißigen Würmern bleiben die wertvollen Nährstoffe im System und das System reingt sich selbst. Die Regenwürmer sind sehr gut als Fischfutter geeignet. Wenn es also mal zu viele werden sollten, dann können wir einfach einen Teil davon an die Fisch verfüttern und somit den Input an gekauftem Fischfutter verringern.

Die Würmer ertrinken in den Beeten nicht, weil diese ja regelmäßig geflutet und entleert werden, und das Wasser im System sehr stark mit Sauerstoff angereichert ist. Die Würmer nehmen den Sauerstoff über die Haut auf und können während der Flutung problemlos unter Wasser bleiben.

Mehr Informationen über diese überaus wertvollen Tiere gibt es beim NaBu.