Von den sechs vorgezogenenen Maispflanzen haben es zwei nicht geschafft, von den verbleibenden vier haben drei gefruchtet und einen kleinen, einen mittleren und einen großen Maiskolben gebildet. Den mittleren haben wir heute geerntet, er soll ebenso wie der kleine getrocknet werden, und uns in der nächsten Saison als Saatgut dienen.

Die Sorte Bantam Zuckermais ist ohne genmanipulation und ist samenfest, was bedeutet, dass die Samen gleiche Pflanzen hervorbringen und sich die Sorte somit eignet, um Saison für Saison sein eigenes Saatgut zu produzieren. Mit F1-Hybriden wäre das nicht möglich, weil diese entweder steril sind oder Nachkommen minderer Qualität hervorbringen.

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In unserem jungen Aquaponiksystem haben wir den Mais recht früh eingesetzt und dann festgestellt, dass er uns als guter Indikator für den Eisengehalt dienen kann. Mit deutlich sichtbar gelben Blättern hat er uns über seine Mangelernährung informiert. Das System war halt gerade frisch aufgesetzt und weit entfernt von einem gesunden Nährstoffgleichgewicht. Durch schrittweise Zugabe von Chelateisen konnten wir die Eisenkonzentration nach und nach erhöhen, was der Mais irgendwann mit dunkelgrüner Blattfärbung dankte.

Trotzt spätem Einsatz und anfänglicher Mangelernährung sind die Pflanzen rapide gewachsen und haben uns letztendlich mit Maiskolben belohnt. Die sehr hohe Pflanze eignet sich in unserem niedrigen Gewächshaus aber leider nur bedingt, weil sie nach einer Weile unter die Decke stieß. Es ging uns aber sowieso nur um ein „weil es geht“. Wir müssen noch überlegen, ob wir in der nächsten Saison wieder Mais pflanzen. Jede Maispflanze trägt nur einen, maximal zwei Kolben für genau eine Ernte im Jahr. Vielleicht nehmen wir doch lieber Pflanzensorten, die wir über einen Zeitraum kontinuierlich ernten können.