Am 7. Mai 2017 war der CARLsGARTEN im Kölner Zoo beim Klimatag.
An diesem Tag drehte sich alles um das Thema Klima. Zahlreiche Partner aus der Klimabildung präsentierten ihre Ideen, Tipps und Initiativen zum Klimaschutz. So konnten die Besucher Nisthilfen für Wildbienen bauen, vielfältige Vorteile der Fahrradnutzung im Stadtverkehr erfahren, Klimaparkours bewältigen, oder wie am Stand des CARLsGARTENs Seedbombs und Tetrapack Beete machen.
Wie genau das Funktioniert seht ihr hier:

Seed Bomb:
Wie alles begann…
Die Wurzeln des Auswerfens von Seedbombs auf Brachflächen sind in Japan zu finden. Mitte des 20. Jahrhunderts haben Reisbauern mittels Samenbomben nicht nur ihre Felder, sondern auch Brachflächen und Wegränder bepflanzt. Die Methode der Seedbombs nutze auch später Liz Christy, die Pionierin des Guerilla Gardening. Die New Yorkerin versuchte so, die tristen und eintönigen Straßen New Yorks etwas bunter und lebendiger zu gestalten. Beim Guerilla Gardening geht es darum fremde, oder ungenutzte Flächen zu begrünen.
An sich besteht so eine Samenbombe nur aus Erde, Tonpulver und Samen. Zusammen mit Wasser lassen sich ganz einfach Kugeln formen, die erst trocknen müssen und dann auf Flächen geworfen werden können, die man sich grüner und bunter wünscht. Solange es nicht regnet, schützt die Tonkugel die Samen vor Austreibung, Austrocknung, Wind und Tieren. Kommt dann der erste Schauer, quillt die Samenbombe auf, die Samen beginnen zu keimen und suchen sich schließlich ihren Weg durch die Kugelwand. Die Kugeln müssen also nicht eingepflanzt werden, sondern können wie kleine Samenbomben geworfen werden.
Zum selber machen benötigt man:
Erdgemisch aus Muttererde und Komposterde
Lehm oder Ton
Samen
Wasser
Man sollte zu Beginn entscheiden, welche Samen man für die Kugeln verwendet. Dabei muss man auf tropische,- und anspruchsvolle Pflanzen verzichten.
Wenn man sich eine schöne Vielfalt an Samen zusammengesucht hat, gibt man diese zu einem 3-5 Teile Erd- Kompost- Gemisch. Anschließend gibt man Ton oder Lehm dazu, welcher in einem 3-5 Verhältnis zum Erdgemisch stehen sollte. Nach dem Vermischen, wird die Erde nun bewässert. Allerdings ist dabei zu beachten, dass nicht zu viel Wasser dazugegeben wird, damit man noch eine knetbare Masse hat. Zuletzt formt man kleine Kugeln aus der Mischung und lässt diese Trocknen. Die Kugeln sollten aber nicht größer als eine Walnuss sein, da es sonst Probleme beim Keimen geben kann.
 
Upcycling Beete aus Tetrapacks:
Um zu zeigen, dass man nicht immer alles Wegschmeißen muss, bzw. nicht alles was wie Müll aussieht, auch unbedingt Müll sein muss, haben wir kleine Beete aus Tetrapacks gebastelt. Grade zum Vorziehen der Pflanzen auf der Fensterbank oder im Gewächshaus werden meistens Anzuchtschalen oder Töpfe gekauft und somit noch mehr Müll produziert. Allerdings beachtet man dabei nicht, dass alle „Zutaten“ für eine Anzuchtbox schon Zuhause rumliegen.
Man benötigt:
Leere Milch- oder Saftkartons
Ein kleines scharfes Messer
Erde
Samen oder Stecklinge
 
Vorbereitung: Die leere Milchtüte gründlich ausspülen. Anschließend längs auf einen Tisch legen und auf der Seite, die nach oben Zeigt, ein großes Rechteck Ausschneiden. Dann die Verpackung umdrehen und mehrere kleine Löcher von untern reinstechen, damit das Wasser später gut ablaufen kann.
Den Tetrapack nun mit Erde befüllen und die Samen, oder Stecklinge in die Erde geben und gut andrücken. Am besten eignen sich Kräuter oder Caledula. Auch Kresse lässt sich hervorragend in so einem Upcycling Beet kultivieren. Zum reinen Vorziehen eignen sich fast alle Pflanzensamen.
Zuletzt wird die Erde gründlich gegossen, damit die Samen keimen können.
Die Alternative: Den Tetrapack nicht längs aufschneiden, sondern in der Mitte kappen. Dann haben die Pflanzen mehr Platz nach unten.