Deutlich mehr als 1000 Besucherinnen und Besucher haben das 3. Saatgutfestival Köln am 3. März besucht. Gärtnerinnen und Gärtner jeden Alters tauschten und erwarben in den Räumen der VHS am Neumarkt vielfältiges Saatgut für Gemüse, Obst und Blumen. Viele zeigten großes Interesse an Vorträgen und Workshops rund um Wildinsekten und ihre Nahrungspflanzen sowie Saatgutpolitik, -zucht und -vermarktung.

„Die Vielfalt in Gärten und auf den Tellern ist wieder auf dem Vormarsch. Das zeigt das von Jahr zu Jahr größere Interesse an dieser Veranstaltung“, sagt Birgit Scherer-Bouharroun (VHS Biogarten am Thurner Hof) vom Netzwerk Gemeinschaftsgärten Köln. Der Zusammenschluss von Kölner Gemeinschaftsgärten organisiert das Festival in Kooperation mit dem VEN e.V. und der VHS Köln.

„Köln ist jetzt gut gerüstet, seine Veedel essbar zu machen“

„Rund 1100 Menschen aus Köln und Umgebung haben sich beim Saatgutfestival mit bestem Saatgut, Kontakten und Wissen versorgt. Viele sind hoch motiviert, ihre Gärten in diesem Jahr mit buntem Gemüse, Stauden und Wildblumen zum Blühen zu bringen. Das freut uns insbesondere für die Essbare Stadt Köln, die gerade an den Start geht. Köln ist jetzt gut gerüstet, seine Veedel essbar zu machen,“ sagt Judith Levold vom Netzwerk Gemeinschaftsgärten Köln (Gemeinschaftsgarten NeuLand). Mit dem Projekt „Essbare Stadt Köln“ unterstützt der Ernährungsrat für Köln und Umgebung alle Menschen, die sich gärtnerisch engagieren möchten – in neuen Gemeinschaftsgärten, Firmengärten, Balkon- und Hinterhofgärten in der ganzen Stadt.

In diesem Jahr hatte das Saatgutfestival seine Programmschwerpunkte auf die wilden und kultivierten Arten gelegt. Saatgutvermehrerinnen, Züchter und Umweltexperten informierten in Vorträgen über ihre Arbeit und gaben Tipps fürs wild- und honigbienenfreundliche Gärtnern. Im Foyer im 2. Stock konnten sich Besucherinnen über verschiedene Komposttechniken und den richtigen Zeitpunkt für die Gemüseaussaat informieren und Stecklinge vermehren – hier teilten Kölner Gemeinschaftsgärten ihr Wissen. Aktuelle Trends auf dem Saatgutmarkt wurden ebenfalls in Vorträgen beleuchtet – z.B. die Entwicklung von Open Source-Saaten, die Gentechnikmethode CRISPR/Cas und die geplante Fusion der Agrarkonzerne Bayer und Monsanto.

Daneben gab das Festival zahlreichen Einrichtungen und Initiativen, die sich für Vielfalt einsetzen, die Möglichkeit, sich zu präsentieren. Mit dabei waren u.a. das Kölner Umweltamt mit dem Wildbienenprojekt, der Rheinische Ackerbohne e.V., der Förderverein der Kölner Freiluga, der NABU mit den Biologischen Stationen Köln/Leverkusen und Bonn, der Ernährungsrat für Köln und Umgebung, die IG-Saatgut, die Regionalwert AG und Slowfood.

Kontakt Saatgutfestival Köln
Netzwerk Gemeinschaftsgärten Köln
info@gemeinschaftsgaerten-koeln.de
www.gemeinschaftgaerten-koeln.de

Kontakt Team Essbare Stadt Köln (Ernährungsrat für Köln und Umgebung)
Frank Bowinkelmann und Britta Eschmann
Frank.bowinkelmann@ernaehrungsrat.koeln
Britta.Eschmann@ernaehrungsrat.koeln









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