Bis 2021 soll der Ebertplatz in Köln komplett umgebaut werden – das sieht der Masterplan für die Stadt Köln vor. Durch den aktuellen schlechten Zustand des Platzes und Probleme mit Drogenkriminalität, wurde im März 2018 vom Stadtrat ein Zwischennutzungskonzept beschlossen: Über einen Zeitraum von ca. drei Jahren sollen verschiedene Initiativen, Akteur*innen und Anwohner*innen gemeinsam mit der Stadtverwaltung den Platz beleben und attraktiver gestalten, bevor er gänzlich umgebaut wird.

Im Rahmen der Zwischennutzung  hat die „Arbeitsgemeinschaft Begrünung“ am Donnerstag, den 17.05.2017 eine große, gemeinschaftliche Staudenpflanzaktion am Ebertplatz organisiert, um dem derzeit kahlen Platz zu verschönern und gleichzeitig Bienen und anderen Insekten einen Lebensraum zu bieten.

Pünktlich um 15 Uhr standen nicht nur über 200 Stauden, Gartengeräte und  die Presse, sondern auch die ersten engagierten Helfer*innen bereit. Neben Mitgliedern des Bürgerverein Kölner Eigelstein e.V. und dem Projektteam der „Essbaren Stadt Köln“ vom Ernährungsrat, welche eine leitende Rolle in der Organisation der Veranstaltungen einnahmen, kamen auch Anwohner*innen und städtische Mitarbeiter*innen zur tatkräftigen Unterstützung.
Als „AG Begrünung“ hatten die Engagierten mit finanzieller Unterstützung der Stadt Köln bereits im April die Aussaat der Blumenmischung „Mössinger Sommer“ bewirkt. Mit dem Anlegen des großen Staudenbeetes sollte jetzt eine freudebringende, gemeinschaftliche Aktion vollbracht werden.



Über mehrere Stunden wurde bei Sonnenschein fleißig gebuddelt und gehakt, wobei unzählige Kronkorken und andere „Schätze“ aus dem Boden hervortraten. Wem zwischendurch die Puste ausging, konnte sich mit einem kühlen Getränk, Kaffee und Kuchen und leckeren Brötchen wieder Kraft verschaffen. Ab dem frühen Abend hieß es dann die Pflanzen einem Pflanzkonzept folgend anzuordnen; jenes hatte der Gartenbauer Markus Riedel als ein Anwohner aus dem Viertel im Vorfeld erstellt.




Strahlende Gesichter gab es vor allem als die ersten Pflanzen in den Boden gesetzt wurden und die optische Aufwertung der Fläche, welche nun die körperliche Anstrengung entschädigte, ersichtlich wurde. Auch vielen interessierten Passant*innen, die sich über die Aktion informierten, wurde ein Lächeln entlockt.
Pünktlich vor Einbruch der Dunkelheit konnte dann auf ein wunderschönes Beet und das Gelingen der Aktion angestoßen werden.



Für die weitere Pflege des Beetes hat sich ein Freiwilliger gefunden, der mit der Stadt Köln einen Patenschaftsvertrag geschlossen hat. Wir hoffen, dass das Beet nicht dem Vandalismus zum Opfer fällt, und schon bald noch weitere Blumen und Pflanzen dabei helfen, den grauen Platz in eine grüne Oase zu verwandeln und ihn so für Bienen und andere Bestäuber „essbar“ zu machen.

 

 

Der Beitrag Ebertplatz zum Blühen bringen erschien zuerst auf Ernährungsrat Köln.

Zur Werkzeugleiste springen