Alle Dortmunder sind aufgerufen, die Biodiversität in der Stadt zu steigern und Grünflächen naturnah zu gestalten. Denn Dortmund ist eine von bundesweit 15 Kommunen, die vom Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“ für die Teilnahme am Labeling-Verfahren „StadtGrün naturnah“ ausgewählt wurde. Das Tiefbauamt betreut das Verfahren mit einer begleitenden lokalen Arbeitsgruppe aus Vertretern aus Verwaltung und Naturschutzverbänden. Auch Lokalpolitiker und Bürger sind aufgerufen, sich mit Projektvorschlägen und Ideen für das Label „StadtGrün naturnah“ einzusetzen.

Damit möglichst viele Dortmunder sich engagieren, informiert die Stadtverwaltung die Bezirksvertretungen und den Ausschuss für Bauen, Verkehr und Grün über das einjährige Labelingverfahren und ruft zu Teilnahme und Projektideen auf.

Von geänderten Pflegeroutinen bis zu Beteiligungsprojekten

Die Projektthemen rund um ein ökologisch ausgerichtetes Grünflächenmanagement können von dauerhaften Maßnahmen zur Umstellung von Pflegeroutinen über Beteiligungsprojekte mit Kindern und Jugendlichen, konkreten Naturschutzmaßnahmen zur Steigerung der Biodiversität bis zu Beratungsleistungen für engagierte Bürger und Firmen reichen.

Naturnahe Gestaltungsformen setzen häufig ein Umdenken in Verwaltung, Politik und Bürgerschaft voraus. Ein Umdenken, das Dortmund mit der Teilnahme am Labeling-Verfahren jetzt einleitet.

Das Label „StadtGrün naturnah“ bietet hierzu Impulse und Unterstützung: Eine Vor-Ort-Beratung durch das Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“ und der Austausch mit den weiteren Teilnehmenden helfen bei der Planung und Umsetzung konkreter Maßnahmen. Kostenlose Materialien für die Öffentlichkeitsarbeit sollen auch die Bürger für mehr Natur in der Stadt begeistern. Die bereits umgesetzten und geplanten Maßnahmen zur Förderung der biologischen Vielfalt im innerstädtischen Bereich entscheiden am Ende, ob Dortmund das Label in Bronze, Silber oder Gold erhält. Das Bündnis vergibt das Label für jeweils drei Jahre. Anschließend muss es durch eine Rezertifizierung erneuert werden.

Nachhaltig ausgerichtete städtische Grünpflege

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Tiefbauamtes – nicht nur in der Grünpflege – freuen sich besonders über die Berücksichtigung, weil ihre Bemühungen für die ökologischen Belange in der Grünpflege bereits seit rund zehn Jahren andauern, in den vergangenen drei Jahren deutlich intensiviert wurden und dies durch die Teilnahme am Labeling-Verfahren nachdrücklich gewürdigt wird,“ sagt Tiefbauamtsleiterin Sylvia Uehlendahl. Die Teilnahme am Labeling-Verfahren ist ein weiterer Baustein hin zu einer nachhaltig ausgelegten Grünpflege in Dortmund.

Gefördert vom Bundesumweltministerium

Entwickelt wurde das Label im Rahmen des Kooperationsprojektes „Stadtgrün – Artenreich und Vielfältig“ des Bündnisses „Kommunen für biologische Vielfalt“ und der Deutschen Umwelthilfe e.V. (DUH) sowie unter Mitwirkung der Städte Frankfurt am Main, Hannover, Wernigerode, Kirchhain und Neu-Anspach. Das Projekt wird im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) gefördert.

Neben der Stadt Dortmund wurden folgende Kommunen vom Bündnis für die Teilnahme am Labeling-Verfahren 2018 ausgewählt: Bad Langensalza (Thüringen), Bad Saulgau (Baden-Württemberg), Bonn (Nordrhein-Westfalen), Bremerhaven (Bremen), Friedrichshafen (Baden-Württemberg), Glauchau (Sachsen), Haar (Bayern), Hildesheim (Niedersachsen), Köln (Nordrhein-Westfalen), Mittelangeln (Schleswig-Holstein), Neustadt an der Weinstraße (Rheinland-Pfalz), Potsdam (Brandenburg), Riedstadt (Hessen), Trier (Rheinland-Pfalz). Mit dieser Auswahl will das Bündnis ein möglichst breites Spektrum an Kommunen bezüglich dem Stand der Umsetzung, der Einwohnerzahl und ihrer geografischen Lage abdecken.

Weitere Informationen zum Label „StadtGrün naturnah“ und dem Projektstart gibt es unter www.stadtgruen-naturnah.de.

Kontakt: Heike Thelen

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