Ernährungsrat Köln

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Marie Zimmermann

info@tasteofheimat.de
http://ernährungsrat-köln.de/

Der Ernährungsrat Köln ist ein Projekt des gemeinnützigen Vereins Taste of Heimat.

Bereits im März 2015 hat Taste of Heimat alle Akteure in Köln und Umgebung zusammengerufen, rund 100 Interessierte sind ins technische Rathaus nach Deutz gekommen, Initiativen, Landwirte, Mitarbeiter der kommunalen Verwaltung.

Die Idee stammt aus Nordamerika, nennt sich dort ‚food policy council’ und existiert auf breiter Ebene seit rund 15 Jahren in nahezu jedem Ballungsraum. Das Konzept wurde in den letzten Jahren auch in Großbritannien, Frankreich und den Niederlanden übernommen. In den meisten Ernährungsräten arbeitet die Verwaltung mit Organisationen aus der Zivilgesellschaft zusammen. Die Zusammensetzung und Rechtsform ist aber unterschiedlich, in einigen Kommunen ist es ein Gremium der Stadtverwaltung mit klaren Aufgaben und Kompetenzen, die ihm vom Stadtparlament verliehen wurden, in anderen ist es unabhängig und wirkt eher beratend. Der erste Food Policy Council wurde schon 1982 gegründet, und zwar in Knoxville, USA. Bekannter aber sind die Ernährungsräte in Vancouver oder Toronto, Kanada. Dort wurde beispielsweise seit 2005 ein Grüngürtel geschützt, um Ackerland zu schaffen für die lokale Lebensmittelproduktion. Auf über 700.000 Hektar Land konnten 5500 landwirtschaftliche Betriebe erhalten oder neu angesiedelt werden, meist Familienbetriebe.

In Deutschland gibt es bisher noch kein vergleichbares Modell. Ernährungspolitik wird hier v.a. auf Bundes-, Landes- oder EU-Ebene gemacht — Ernährungsräte wollen die Ernährungspolitik zurück in die Regionen holen, auf die kommunale Ebene. Sie forcieren also einen aktiven Dialog zwischen Politik, Verwaltung, Erzeugern, Vertrieben und dem Verbraucher, um so langfristig und nachhaltig die Strukturen einer regionalen Lebensmittelversorgung zu stärken.

Der regional organisierte Verein ‚Taste of Heimat’ arbeitet, unter Beteiligung einer breiten Öffentlichkeit, an einem Politikziel für die Kommune Köln. Faire Partnerschaften zwischen Kommunen und Bauern, einfache Zugänge für Städter zu lokalen Produkten aus bäuerlicher Landwirtschaft oder aber die Vereinfachung des Marktzugangs für kleine Landwirtschaftsbetriebe sind Alternativen zur immer weiter fortschreitenden Zentralisierung am Lebensmittelmarkt. Es ist die Grundlage für einen mentalen Wandel, der notwendig ist, um regionale Kreisläufe zu stärken und weiteren Kontrollverlust bei der Herkunft unserer Lebensmittel zu vermeiden.

Der Ernährunsrat setzt sich zusammen aus insgesamt ca. 30 Mitgliedern: 1/3 aus der Stadtpolitik bzw. öffentlichen Instanzen,1/3 aus der Wirtschaft (Landwirtschaft, Handel, Gastronomie etc.) sowie 1/3 Zivilgesellschaft.

Ziel des Ernährungsrates ist die Ausarbeitung einer langfristigen Ernährungsstrategie, die einer messbaren Zielsetzung folgt. Diese messbaren Ziele sollen innerhalb der Ausschüsse themenspezifisch ausgearbeitet und festgelegt werden.

Ein Ausschuss setzt sich zusammen aus jeweils etwa 15-20 stetig mitwirkenden Personen mit entsprechendem Fachverstand bzw. fachlichen Interesse, die eine vom Ernährungsrat vorgegebene und vom Lenkungskreis koordinierte und kontrollierte Fragestellung bearbeiten. Die Ausschussmitglieder sind Landwirte, Erzeuger, Lebensmittelverarbeiter oder -vertriebler, Gastronomen, Mitglieder von Initiativen, aus der Verwaltung, der Kommunalpolitik, engagierte Privatpersonen u.a.

In folgenden Ausschüssen wird zur Zeit gearbeitet:

  • Ausschuss I: ‚Köln is(s)t regional‘ Veranstaltungsreihe: mit einer Veranstaltungsreihe soll in der ganzen Stadt für Genuss, Wertschätzung und die Bedeutung von Regionaliät sensibilisiert und über den Zusammenhang mit der Welternährung aufgeklärt werden.
  • Ausschuss II: ‚Regionale Direktvermarktung‘ – Neue Absatzmöglichkeiten, neue Bezugsmöchlichkeiten: Durch den Ausbau neuer Absatz- und Bezugsmöglichkeiten sollen kleine Erzeugerbetriebe in der Region gestärkt und Köln zu einer Genussregion ausgebaut werden.
  • Ausschuss III: ‚Ernährungsbildung, Schulverpflegung und -gärten‘: Wenn Kinder den Anbau, die Zubereitung und Wertschätzung von Lebensmitteln von Klein auf lernen, ist das eine Möglichkeit, ihr Konsumverhalten langfristig nachhaltig zu ändern. Dieser Ausschuss erarbeitet und setzt Projekte um, dies zu fördern.
  • Ausschuss IV: ‚Zukunft der Lebensmittelproduktion in der Stadt‘: Der Erhalt von Flächen für die urbane Landwirtschaft, städteplanerische Aspekte der Ernährung und neue, innovative Ideen und Lösungen für eine nachhaltige Lebensmittelproduktion in der Stadt sind u.a. Themen dieses Ausschusses.

Bei Interesse an einer Mitarbeit wenden Sie sich bitte an info@tasteofheimat.de !

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